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Erklärtes Ziel des Lissabon-Prozesses ist die nachhaltige Steigerung der FuE-Ausgaben für öffentliche und private Forschung auf insgesamt drei Prozent des BIP bis 2010. Als Innovationstreiber spielen kleine und mittlere Unternehmen in der Lissabon-Strategie eine besonders wichtige Rolle. KMU schrecken jedoch wegen ihrer geringen Eigenkapitalbasis häufig vor Investitionen in Forschung und Entwicklung zurück. Lediglich vier Prozent aller europäischen KMU forschen eigenständig (ca. 750.000 Betriebe), nur zehn Prozent sind innovationsaktiv (ca. 1,9 Mio. Betriebe). Wie aber können sie zu verstärkten Innovationsanstrengungen animiert werden? Dieser Frage widmete sich das Projekt EUROPEER_SME, das von der Generaldirektion Forschung vom 1. Dezember 2006 bis zum 30.11.2008 im Rahmen des 6. Forschungsrahmen-programms gefördert wurde. Gemeinsam mit 13 weiteren europäischen Partnern erhielten die Konsortialführer GTZ (formal-organisatorisch) und ZENIT (methodisch-inhaltlich) den Zuschlag, bis Ende 2008 einen europaweiten Lern- und Erfahrungsaustausch zu Förderprogrammen und -instrumenten zu organisieren, welche die Innovationsleistung der KMU signifikant erhöhen und/oder die Zusammenarbeit der KMU mit universitärer oder wissenschaftlicher Forschung nachweislich verbessern.
Die fünfzehn Partner aus zehn europäischen Ländern brachten insgesamt dreißig erfolgreiche Förderinstrumente in das Projekt ein. Im zweiten Halbjahr 2007 wurden die zehn vielversprechendsten Instrumente in fünf vertiefenden Peer Review Workshops auf Transferierbarkeit in andere kulturelle, juristische und wirtschaftliche Regionalkontexte geprüft. In den Workshops erarbeiteten die teilnehmenden Partner insgesamt 40 regionsspezifische Transferschemata, welche die Umsetzung der guten Förderpraxis in angepasster Form ermöglichen. In einigen EU-Regionen begann bereits Implementierungsprüfung.

Auf der Abschlusskonferenz des Projektes vom 12. bis 14. November 2008 in Berlin wurden die Ergebnisse interessierten Politikentwicklern und -entscheidern vorgestellt. Die Ergebnisse wurden in einem Dokumentationsbericht zusammengefasst. Dieser ist hier als download (10 MB) verfügbar.

Kontakt:
Dr. Bernhard Iking
Telefon: 0208-30004-73
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