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Versorgungssicherheit in Zeiten der
Energiediskussion
Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, CEO der RWE Innogy GmbH, ist Realist.
Der Gast des 148. Unternehmertreffs am 24. Mai 2011 betonte vor
vollbesetzten Zuhörerreihen die Wichtigkeit und Richtigkeit
hin zu einem Energiemix mit wachsenden Anteilen der erneuerbaren
Energien. Dennoch kritisierte er die aktuelle Politik, die anlässlich
der Fukushima-Ereignisse mehr populistischen Strömungen, denn
machbaren Szenarien folge (Atomausstieg bis 2020). Manch einer scheine
zu vergessen, dass Deutschland eine Industrienation sei. Lediglich
etwa 30 Prozent des Energieverbrauchs gingen auf das Konto privater
Haushalte. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie der Möglichkeit,
überschüssige Energie aus regenerativen Energien speichern
oder Engpässe durch fossile oder atomare Energie ausgleichen
zu können, sei dennoch ein Anteil von 50 Prozent erneuerbarer
Energien vorstellbar. Einem momentan in politischen Kreisen kursierendem
Ziel von 80 Prozent bis zum Jahr 2050 erteilte er hingegen eine
klare Absage. Schließlich dürfe die Politik nicht vergessen,
dass der Energieverbrauch jedes Jahr steige, das Nutzungsverhalten
das Angebot bestimmen müsse (und nicht umgekehrt) und Energie
vor allem für die stromintensive Grundstoffindustrien bezahlbar
bleiben müsse. Deutschland allein könne den Weg in eine
CO2-arme Zukunft allerdings ohnehin nicht im Alleingang beschreiten.
Gefragt seien vielmehr europäische Ansätze beim Ausbau
der Kapazitäten und der Netzinfrastruktur. China und andere
Schwellenländer würden den Europäern auch nur dann
in das Zeitalter der regenerativen Energien folgen, wenn es gelinge,
dies ohne Wohlstands- und Arbeitsplatzverluste zu erreichen.
-> Vortrag
Prof. Dr. Fritz Vahrenholt
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